Die wundersame Wandlungsfähigkeit der UNESCO
03.08.2010
Steffen Kaden, wirtschaftspolitischer Sprecher der
CDU-Fraktion im Dresdner Stadtrat, reagiert verwundert,
aber auch erfreut über die Entscheidung der UNSECO, im
Bereich des Welterbes "Oberen Mittelrhein" ein
Brückenbauprojekt zu genehmigen. Dass die UNESCO ihre
Bedenken in diesem Fall – anders als bei der Entscheidung
um die Dresdner Waldschlößchenbrücke – zurückgestellt habe,
so Steffen Kaden, zeigt jedoch die wundersame
Wandlungsfähigkeit und augenfällige Intransparenz dieser
Organisation.
„Die wirtschaftliche und infrastrukturelle Notwendigkeit
des Projektes Rheinquerung bei St. Goar und St. Goarshausen
ist unstrittig. Denn zwischen Koblenz und Mainz gibt es auf
rund 85 Kilometern weder Brücke noch Tunnel. Dieser Brücke
jetzt das Prädikat „welterbeverträglich“ zu geben , nur
weil das Gutachten der RWTH Aachen attestiert, dass der
Blick von der Loreley nicht auf die neue Brücke fällt und
daher visuell akzeptabel sei, offenbart weiterhin, dass die
UNESCO mit zweierlei Maß misst. Soviel Weitsicht und
Entgegenkommen hat die UNESCO in Dresden leider vermissen
lassen“, so Kaden weiter.
„Mit den Dresdner Erfahrungen bleibt jedoch abzuwarten, ob
die UNESCO bei ihrer Entscheidung zum Bau der Rheinbrücke
bleibt. Wie beim Bau der Waldschlößchenbrücke ist davon
auszugehen, dass auch am Rhein der mediale Druck immens
wird und schlussendlich die UNESCO wieder umkippt und das
Obere Mittelrheintal auf die Rote Liste der Welterbestätten
setzt“, so Kaden abschließend. |