Dresdner Delegation zu Gesprächen bei der
UNESCO-Zentrale in Paris
16.04.2008
Am Montag dieser Woche trafen sich der ehemalige
Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Prof. Kurt
Biedenkopf, Staatsminister Michael Sagurna, der amtierende
Oberbürgermeister Dr. Lutz Vogel und Baubürgermeister
Herbert Feßenmayr in Paris mit hochrangigen Vertretern der
UNESCO um über den Erhalt des Welterbetitels für das
Dresdner Elbtal zu sprechen. In einem mehrstündigen
Gespräch mit dem Direktor des Welterbezentrums Francesco
Bandarin und Giovanni Boccardi, Leiter des Referates east
asia and pacific, wurde die Problematik des Brückenbaus
erneut intensiv besprochen. Giovanni Boccardi war erst
Anfang Februar in Dresden gewesen um sich über die
Situation vor Ort zu informieren.
Im Ergebnis des Gespräches gab es auf Anregung der Stadt
Dresden und des Freistaates Sachsen Einvernehmen, dass die
UNESCO in Vorbereitung der nächsten Komiteesitzung in
Quebec eine Zusammenfassung von Informationen zur
Elbquerung erhält. Dies betrifft besonders die rechtlichen
Rahmenbedingungen, z. B. Bedeutung des Bürgerentscheides,
wie auch die Brücken- und Tunnelplanung. Verabredet wurde
zudem, dass es weitere Gespräche auf verschiedenen Ebenen
geben soll. „Auch auf Seiten der UNESCO herrscht Offenheit,
weiter über die Situation in Dresden zu sprechen", so Dr.
Lutz Vogel.
Am Montagabend hatte der Botschafter der Bundesrepublik bei
der UNESCO, Herr Günter Overfeld, zu einem Empfang geladen.
Dabei hatte die Dresdner Delegation die Gelegenheit, mit
einigen Mitgliedern des UNESCO-Komitees zusammen zu
treffen. Vogel: „Auch hier zeigte sich, dass es zum einen
weiteren Informationsbedarf gibt, zum anderen aber auch
eine große Bereitschaft zum weiteren Diskurs. |