PR-Auftritt von Michael
Petzet, Chef des Denkmalrates Icomos am 24. August 2008 in
Dresden
Der Präsident des internationalen Rats für Denkmalpflege
hat gestern die Baustelle der Waldschlößchenbrücke besucht
und erneut den Bau eines Tunnels gefordert. Dies allein, so
Michael Petzet, sei als Kompromiss mit der Unesco
akzeptabel. Begleitet wurde der Chef des International
Council on Monuments and Sites (Icomos) von einem
fünfköpfigen Filmteam.
Dazu kommentiert die Sächsische Zeitung in Ihrer Ausgabe
vom 25. August 2008: "Viel PR-Aufwand, aber nichts Neues
Von Andy Dallmann über den Dreh an der Brücken-Baustelle
Da reiste extra Michael Petzet, Chef des Denkmalrates
Icomos, nach Dresden, um sich wirkungsvoll an der Baustelle
der Waldschlößchenbrücke in Szene zu setzen. Am Tatort, so
die offiziell gewählte Bezeichnung, ließ die Icomos den
Experten über die Unvereinbarkeit von Brücke und
Weltkulturerbe-Titel referieren. Und natürlich nutzte deren
Boss das Ganze auch für eine öffentliche Ansprache. Doch
was er komplett schuldig blieb, waren Neuigkeiten. Die
alten Argumente, die alten Forderungen – wer Konstruktives
erwartete, wurde enttäuscht. Wieder mal also nur eine
einseitige PR-Aktion, denn Petzet lehnte den Austausch mit
der Brückenbauer-Fraktion kategorisch ab. Eine ernsthafte
Auseinandersetzung mit dem Thema sieht anders aus." |