Stadtrat lehnt Baustopp für die Waldschlößchenbrücke ab
12.12.2008

Auch der erneute Versuch der Brückengegner, im Stadtrat
einen Baustopp durchzusetzen, ist gescheitert. Begründung
des Antrags war - wie immer - die derzeitige Haltung der
UNESCO und natürlich, der Tunnel sei doch der Kompromiss.
Keine Mehrheit fand auch die Forderung, die
Oberbürgermeisterin möge einen Bürgerentscheid für den
Tunnel vorbereiten.
Über die Brückengegner kann man nur den Kopf schütteln. Sie
verdrängen oder verschweigen bewusst, die bis jetzt nur
mündlich bzw. in einer Presseerklärung gegebene Begründung
des Verwaltungsgerichts für die Abweisung der Klage gegen
den Planfeststellungsbeschluss, nämlich dass der Bau eines
Tunnels unter der Elbe aus naturschutzrechtlichen Gründen
nicht genehmigungsfähig sei.
Es wird keinen Tunnel geben. Dies nicht zur Kenntnis zu
nehmen grenzt an pathologischem Realitätsverlust.
Eine realitätsbezogene Politik für den Erhalt des Dresdner
Elbtals in der Liste der Welterbestätte wäre die
Unterstützung unserer Oberbürgermeisterin, bei der UNESCO
für die Vereinbarkeit von Brücke und Welterbe zu werben.
Was machen die Brückengegner? Sie fordern die UNESCO der
Sache nach auf, hart zu bleiben! Das ist dann konsequent,
wenn es ihnen allein darum geht, ihren „Sieg“, die UNESCO
auf ihre Seite gezogen zu haben, koste es, was es wolle, zu
verteidigen. Das ist schade, das ist peinlich und das
schadet unserer Stadt.
Das Dresdner Elbtal ist in Kenntnis der UNESCO von den
Planungen für die Waldschlößchenbrücke Welterbe geworden.
Das Dresdner Elbtal ist also mit Brücke Welterbe. Wer nicht
einmal gedanklich die Möglichkeit zulässt, dass das eine
redliche Überzeugung ist, hängt selbstgerecht nur eigenen
Anschauungen nach, negiert den Bürgerentscheid und redet
damit antidemokratischen Strukturen das Wort. Diese Leute
sollten endlich in sich gehen! Merken sie nicht, was sie
alles kaputt machen? Um der Demokratie Willen ist gegenüber
diesen Leuten Widerstand angezeigt.
Dr. Hans-Joachim Brauns |