Brückenfakten
Liebe Dresdnerinnen und Dresdner,
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Dr. Hans-Joachim
Brauns |
mit ihrer Stimme beim "Bürgerbegehren Waldschlößchenbrücke"
haben 80.000 Dresdnerinnen und Dresdnern klar gemacht,
selbst über den Verkehrszug Waldschlößchenbrücke entscheiden zu wollen.
Am 27.2.2005 fand der Bürgerentscheid statt. 67,92% der Dresdner
votierten mit JA : Die Brücke wird
gebaut.
Bereits vor der Entscheidung wurde mit der Sanierung der
Stauffenbergallee und der Briesnitzbrücke ein erster Teil
des Verkehrszuges fertig gestellt.
Seit November 2007 sind die Brücke über die Elbe und die Zufahren im Bau.
Die Waldschlößchenbrücke ist der seit 1859 gewollte und
heute
dringend notwendige Lückenschluss im Hauptstraßennetz
Stauffenbergallee, Waldschlößchenbrücke und Fetscherstraße
sind, wie man unschwer erkennen kann, in der Weise angelegt
worden, die beiden Elbeseiten an dieser Stelle zu
verbinden. Auch die Nichtbebauung in der Bautzner Str. und
am Käthe-Kollwitz-Ufer in diesem Bereich haben den gleichen
Grund. Die Stadt hat gerade in diesen Bereichen eine
Entwicklung genommen, die diese Verbindung immer
notwendiger hat werden lassen. Im Jahre 1996 fand zur Frage
der von fast allen – auch den heutigen Gegnern – für
notwendig erachteten Elbequerung ein Workshop statt, an dem
neben allen betroffenen Fachämtern und Dezernaten auch
Vertreter aller Fraktionen des Stadtrates, die Technische
Universität mit Experten verschiedener Fachdisziplinen,
freie Architekten, Planerbüros, das Sächsische
Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit, das
Regierungspräsidium Dresden, der Sächsische
Landeskonservator und das Wasser- und Schifffahrtsamt
teilgenommen haben.
Neben der Waldschlößchenbrücke standen die dritte
Marienbrücke, die Brücke im Zuge der Erfurter Straße und
das sogenannte Mehrbrückenkonzept (Brückenpaar:
Thomas-Müntzer-Platz und Niederpoyritz) zur Debatte. Das
Gremium sprach sich einstimmig für die Waldschlößchenbrücke
aus!
An der Richtigkeit dieser fachlichen Einschätzung hat sich
nichts geändert. Im Gegenteil. Das Regierungspräsidium hat
im Planfeststellungsverfahren nochmals alle aktualisierten
Argumente für und gegen den Verkehrszug
Waldschlößchenbrücke geprüft und abgewogen.
Am 25.02.2004 hat es den Planfeststellungsbeschluss
erlassen; seitdem besteht Baurecht!
Die Brücke wird gebraucht, um den Verkehr von den
Wohngebieten im Osten und Südosten Dresdens am Stadtzentrum
vorbei zu den Industriegebieten im Norden
(Industriegelände, Infineon, Flughafen, AMD) und zurück zu
leiten. Der Hauptverkehrsstrom soll auf der Neustädter
Seite, ohne ein Wohngebiet zu berühren, zwischen
Stauffenbergallee und Brücke im Tunnel geführt werden.
Genau diese Fahrzeuge belegen jetzt die Königsbrücker
Straße, biegen am Albertplatz links ab und fahren dann über
Glacisstraße und Albertbrücke. Dabei werden dicht
besiedelte Wohngebiete gekreuzt.
Die Waldschlößchenbrücke ist zur Entlastung der Carola-
und
Albert-Brücke und des Blauen Wunders unbedingt
erforderlich.
Die Waldschlößchenbrücke verbindet in einzigartiger Weise
die überwiegend durch Wohnungsbau geprägten Standorte im
Osten und Süden der Stadt mit den wirtschaftlichen
Entwicklungsgebieten im Norden (z. B. Infineon, AMD,
Flughafen). Die bisher für diese Relation hauptsächlich
genutzten Brücken (Blaues Wunder, Albertbrücke,
Carolabrücke) werden folgerichtig am stärksten entlastet.
Einer Zunahme des Verkehrs im engeren Umfeld der
Waldschlößchenbrücke stehen somit Entlastungen im Bereich
der bestehenden Brückenköpfe entgegen (- 27.000 Kfz/Tag).
Carola-, Albert-Brücke und Blaues Wunder sind insbesondere
die morgendlichen und abendlichen Be-rufsverkehr-Nadelöhre,
die dringend einer Entlastung bedürfen. Dies wird durch die
Waldschlöß-chenbrücke erreicht. Die Carolabrücke wird um
7.000 Fahrzeugüberquerungen, die Albertbrücke um 12.500 und
das Blaue Wunder um 3.500 täglich entlastet. Diese
Entlastung bedeutet besseren Verkehrsfluss insbesondere im
Bereich der Brückeköpfe, denn dort staut sich in der Regel
alles, was über eine Brücke will.
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