Aktuelles
Nach dem Beschluss des Oberverwaltungsgerichtes,
wonach die Brücke zu bauen ist, geben wir folgende
Stellungnahme ab:
1. Wir empfinden kein Triumphgefühl. Die Entscheidung
hat nicht anders ausfallen können, denn sie bestätigt nur
das, was letztendlich alle wissen: wir haben uns nach der
Ordnung zu richten, die wir uns selbst gegeben haben. Ein
Bürgerentscheid ist und bleibt ein Bürgerentscheid. Er
bindet den Oberbürgermeister als Kopf der Verwaltung
ebenso, wie den Stadtrat.
2. Es ist kein Fehler der Dresdner zu erkennen, weder
seitens der Stadtverwaltung noch des Stadtrates noch der
Bürger dieser Stadt. Die Fragestellung zum Bürgerentscheid,
ob Brücke „ja“ oder „nein“, war eindeutig und immer
ausgerichtet an der Tatsache, dass die Verleihung des
Titels „Welterbe“ durch die UNESCO mit der geplanten Brücke
erfolgt ist.
3. Es waren die Brückengegner, die es nicht verwinden
konnten, im Bürgerentscheid so klar unterlegen zu sein, die
unsere Stadt erst in diese Situation gebracht haben. Sie
haben selbst im Stadtrat eingeräumt, veranlasst zu haben,
in Paris bei der UNESCO vorstellig geworden zu sein, um zu
bewirken, dass die Drohung der Wegnahme des Titels
„Welterbe“ in die Welt gesetzt wurde. Wäre der
Bürgerentscheid akzeptiert worden, dann wäre die Brücke
jetzt schon halb fertig und kein Mensch käme auf die Idee,
im Nachhinein den Titel „Welterbe“ wieder wegzunehmen.
4. Es ist einmalig in der Geschichte der Welterbetitel,
dass die Verleihung mit einem geplanten Bauwerk im
Nachhinein zurückgenommen wird. Alle anderen Fälle sind
solche, in denen ein Titel verliehen wurde und die Stadt
dann später baulich etwas veränderte, das zum Zeitpunkt der
Verleihung des Titels noch nicht bekannt war.
5. Deshalb bleibt nur der Appell an die UNESCO, dieser
Sondersituation Rechnung zu tragen und mit der Aberkennung
des Titels „Welterbe“ solange zu warten, bis das Bauwerk
steht und man sich dann ein richtiges Bild machen
kann.Planzeichnungen und Computeranimationen sind
letztendlich nicht geeignet, die Frage endgültig zu
beantworten, ob etwas störend oder hinnehmbar ist.
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