Brückeninfo zur Bedeutung des Verkehrszuges
Waldschlößchenbrücke
Standortdiskussion
Die Standortdiskussion basiert auf dem durch den
Stadtrat bestätigten Verkehrskonzept der Landeshauptstadt
Dresden von 1994. Für eine fachlich und fachpolitisch
tragfähige Standortentscheidung einer neuen Elbebrücke
wurde im Jahre 1996 ein Workshop zum Thema „Neue
Elbebrücken“ durchgeführt.
Beteiligt waren an diesem zweitägigen Workshop neben allen
betroffenen Fachämtern und (ehemaligen) Dezernaten auch
Vertreter aller Fraktionen des Stadtrates, die Technische
Universität mit Experten verschiedener Fachdisziplinen,
freie Architekten, Planerbüros, das Sächsische
Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit, das
Regierungspräsidium Dresden, der Sächsische
Landeskonservator, das Wasser- und Schifffahrtsamt.
Zur Diskussion standen:
- die Waldschlößchenbrücke,
- die dritte Marienbrücke,
- die Brücke im Zuge der Erfurter Straße,
- das sogenannte Mehrbrückenkonzept
(Brückenpaar: Thomas-Müntzer-Platz und Niederpoyritz).
Das Ergebnis des Workshops war ein eindeutiges Votum für
eine Brücke am Standort Waldschlößchen, das vom Stadtrat
bestätigt wurde.

Im Vorfeld des Brückenworkshops wurden umfangreiche
Untersuchungen und Prognosenetzberechnungen vorgenommen.
Im Rahmen der Variantenuntersuchungen erfolgte auch eine
gutachterliche Beurteilung eines Elbetunnels am Standort
Waldschlößchen. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass der
Tunnel keine gleichwertige oder bessere verkehrliche Lösung
darstellt, nicht zuletzt weil er für Fußgänger und
Radfahrer nicht nutzbar wäre. Im Vergleich zur Brücke würde
er darüber hinaus deutlich höhere Herstellungs- und
Unterhaltungskosten verursachen. Das Landschaftsbild wäre
zwar nicht durch die Brücke, aber durch notwendigerweise zu
errichtende Tunnelabluftbauwerke und Notausstiege
beeinträchtigt.
Gestaltung der Brücke
Die Bauform und die
Gestaltung der Brücke sind Ergebnis eines internationalen
Realisierungswettbewerbes. Der Planung zu Grunde gelegte
Entwurf des Wettbewerbssiegers wurde gerade unter
Berücksichtigung der dem Landschaftsraum angepassten
besonders transparenten Konstruktion durch eine unabhängige
vom Stadtrat bestätigte Jury anderen Lösungen vorgezogen.
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| die Jury aus Fachexperten
entschied sich für eine besonders transparente
Konstruktion der ESKR Ingenieure und Architekten |
Das Ergebnis des Realisierungswettbewerbs wurde durch
Stadtratsbeschluss bestätigt. Der Verkehrszug beginnt an
der Kreuzung Fetscherstraße/Pfotenhauer Straße und endet
auf der Neustädter Seite am bereits ausgebauten Abschnitt
der Stauffenbergallee. Die Brücke selbst überspannt die
Elbe mit einer Länge von 636 Metern. Sie mündet
rechtselbisch in einem Tunnel, der auf der Bautzner Straße
in Höhe der Klarastraße und auf der Stauffenbergallee im
Bereich des Regierungspräsidiums wieder die Oberfläche
erreicht.
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