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Tunnel?
Die Tunnelbefürworter wollen keine Elbquerung!
Den Brückengegnern ist vollkommen gleichgültig, dass
bisher schon über Euro 30 Mio. ausgegeben wurden. Die
Neuplanungen einer Lösung mit Elbtunnel, inklusive der
Schadensersatzansprüche, liegen zusätzlich im
Millionenbereich. Erste Schätzungen gehen von Mehrkosten
von Euro 50 Mio. aus. Tatsächlich werden diese deutlich
höher sein. Die Tunnelbefürworter leugnen die
planungsrechtlichen und baulichen Schwierigkeiten, sodass
am Ende überhaupt keine Elbquerung steht. Das dürfte das
Ziel sein! Wir aber wollen sachlich und fachlich korrekt
den Sachverhalt darstellen.
Ein Elbtunnel erfordert ein komplett neues zeit- und
kostenintensives Planfeststellungsverfahren, da kein
Bauwerk des bereits begonnenen Verkehrszuges genutzt werden
kann. Der Reifegrad der vorgelegten Unterlagen zum
Elbtunnel erreicht noch nicht einmal 10 Prozent einer
rechtskräftigen Baugenehmigung. Es fehlen alle notwendigen
Gutachten und seriöse Kostenschätzungen. Allein für die
Planungsphase ist ein Zeitraum von bis zu 5 Jahren
anzusetzen – eine Baugenehmigung liegt also frühestens 2013
vor. Die Brückengegner tun so, als könne man z.B. mit
der Baugenehmigung für ein Parkhaus auch eine Tiefgarage
bauen. Das ist schon mehr als abenteuerlich und zeugt
von mangelhaftem Sachverstand!
Den Zeichnungen können Sie entnehmen, warum der Elbtunnel
keinen Sinn macht. Dies wird durch nachstehende Argumente
sehr deutlich untermauert. Ein Tunnel unter der Elbe ist
ein sehr komplexes Bauwerk und bedarf zahlreicher
Detailstudien. Diese liegen nicht einmal ansatzweise vor!
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Verlauf eines Elbtunnels im Vergleich zur Brücke
Warum ist ein Elbtunnel keine Alternative?
Fahrradfahrer, Fußgänger, Jogger und Behindertenfahrzeuge
können den Elbtunnel nicht nutzen. Somit wird eine Vielzahl
von Dresdnerinnen und Dresdnern von der Nutzung einer
Elbquerung ausgeschlossen.
Eine
Bushaltestelle ist aus Sicherheitsgründen im Tunnel und
zur Anbindung an den ÖPNV in der Bautzner Straße nicht
realisierbar. Die geplante Vernetzung mit der Straßenbahn
kann nicht stattfinden.
Die
Tunnelabluft muss über oberirdische Bauwerke mit
örtlicher Schadstoffbelastung abgeleitet werden.
Bei einem bis zu
1.800 m langen Tunnel sind gesetzlich zwingend
kostenintensive Pannenbuchten, Einfahrspuren und
Fluchttunnel zu installieren. Der bereits genehmigte
Tunnel zur Brücke am Waldschlößchen hat nur eine Länge von
400 m und unterliegt keinen rechtlichen Sonderauflagen.
Durch die
offene Tunnelbauweise ist in der Bauphase die Elbe zu
verlegen und wird zur „Einbahnwasserstraße“. Auch ist ein
riesiges geflutetes Baudock für die Röhrenfertigung in den
Elbauen zu installieren.
Der Elbtunnel
steht im Grundwasserbereich und muss aufwändig gegen
Wasserdruck gesichert werden. Außerdem ist unklar, welche
Auswirkungen die Tunnelbarriere im Grundwasserstrom hat.
Möglicherweise werden Keller im UNI-Klinikum und in der
Johannstadt bei Hochwasser, wenn man keine „Düker“
(unterirdische Rohrleitungssysteme) in die Elbauen baut, in
Mitleidenschaft gezogen. Hier sind intensive und
langwierige strömungstechnische Untersuchungen
erforderlich.
In der Bautzner
Straße stadtauswärts müssen für die Tunnelanbindung
z. T. denkmalgeschützte und aufwändig sanierte oder neue
Gebäude sowie Kleingärten und weitere Bäume entfernt
werden. Die Kosten und die zeitliche Länge dieser
Maßnahmen, auch für weitere Grundstücksenteignungen,
sind überhaupt nicht abschätzbar.
Der optimale
Tunnelanstieg soll nach der seit 2006 gültigen Norm
RAB-T bei 3 Prozent liegen. Bei einem maximal
zulässigen Anstieg bis zu 5 Prozent sind kostenintensive
Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Ein Anstieg von deutlich
über 6 Prozent, wie von den Elbtunnelbefürwortern
vorgesehen, ist nicht genehmigungsfähig. Man will
entsprechend der alten Norm bauen, um die bereits
genehmigten Brückentunnel zu nutzen. Das ist aber rechtlich
nicht zulässig.
Die
Tunnelüberdeckung im Bereich der Elbe muss entsprechend
den gesetzlichen Anforderungen und den Darlegungen des
Wasserund Schifffahrtsamtes 3,5 m betragen. Die
Tunnelbefürworter gehen von 1-2 m aus, um einen kurzen
Tunnel mit einem Anstieg von 6 Prozent bauen zu können.
Beides ist nicht genehmigungsfähig.
Bei einer
technisch vernünftigen Lösung mit 3 Prozent Anstieg liegen
die Tunnelzufahrten in der Stauffenbergallee bei der
Offiziersschule sowie vor dem Herzzentrum in der
Fetscherstraße. In der Bautzner Straße liegen diese am Park
des Schlosses Albrechtsberg bzw. in der Neustadt in der
Nähe der Radeberger Straße. Um aber eine Tunnelzufahrt aus
Richtung Radeberg/Dresdner Heide zu ermöglichen, sieht man
eine nicht genehmigungsfähige unterirdische Kreisrampe
im Elbhang, wie in einem Parkhaus, vor. Alle bereits
genehmigten Tunnelzufahrten zur Brücke können nicht genutzt
werden.
Die Mehrkosten
der Tunnellösung liegen laut BUNG-Gutachten, ohne
bereits getätigte Vorleistungen und Entschädigungen, bei
über Euro 30 Mio. für einen Tunnel mit einem nicht mehr
genehmigungsfähigem Tunnelanstieg. Tatsächlich dürfte die
bis zu 1.800 m lange Elbtunnelvariante Mehrkosten,
gegenüber der mit Euro 160 Mio. genehmigten Brückenlösung,
von bis zu Euro 100 Mio. verursachen. Mögliche
Preiserhöhungen, bedingt durch Zeitverzug und die ständigen
Einsprüche der Brückengegner, werden bei der neuen
Brückenvariante durch die leichtere Bauweise mit weniger
Stahl und Beton weitgehend aufgefangen.
Die
Wartungskosten sind bei einem Elbtunnel technisch
bedingt bis zu dreimal höher als bei einem Verkehrszug mit
Brücke und liegen bei über Euro 1 Mio. im Jahr.
Die
Realisierung des Elbtunnels dürfte bis zu 10 Jahre in
Anspruch nehmen. Spätestens nach Ablauf der Planungsphase
wird aber den Tunnelbefürwortern klar geworden sein, welche
Eingriffe erforderlich sind. Sie werden von dem Projekt
Abstand nehmen. Somit kommt es zu keiner Elbquerung, denn
zu diesem Zeitpunkt sind auch die Baugenehmigungen für die
Brücke verfallen.
Das ist ganz offensichtlich das Ziel!
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Gewichtet man alle Fakten sachlich und
unvoreingenommen, so kommt nur die „Neue
Waldschlößchenbrücke“ in Frage. Dresden braucht dringend
eine Entlastung des innerstädtischen Verkehrs und eine
direkte Anbindung des Dresdner Nordens an das UNI-Klinikum.
Die Probleme bei Hochwasser und bei Straßenbaumaßnahmen im
Bereich des „Blauen Wunder“ führen durch die Sperrung der
Brücke zu extremen Verkehrssituationen. Außerdem muss das
Blaue Wunder, aufgrund des Bauzustandes, in etwa 20 Jahren
ersetzt werden. Deshalb ist ein zügiger Weiterbau des
begonnenen Verkehrszuges am Waldschlößchen notwendig. Alle
sind jetzt aufgefordert daran mitzuwirken, dass die UNESCO
von der „Neuen Waldschlößchenbrücke“ und vom Erhalt
des Welterbetitels überzeugt wird, denn die unselige
Spaltung in unserer Stadt muss endlich überwunden werden.
Die Stadt setzt noch die Schuldenfreiheit aufs
Spiel, wenn die Brückengegner ihre nicht mehr
nachvollziehbare Politik, die letztlich zulasten sozialer,
kultureller und sportlicher Projekte geht, fortsetzen.
Die Bürgerinitiative Pro Waldschlößchenbrücke fordert
den Weiterbau des Verkehrszuges, damit alle Bürger
ab Mitte 2010 die neue Waldschlößchenbrücke in Besitz
nehmen können und nicht nur ein Teil der Bürger die mehr
als unbegründete Hoffnung hat, ab 2018 einen imaginären
Elbtunnel zu nutzen.
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Kurt Damme, Dresden:
"Dank all denen, die einer demokratischen Entscheidung
zum Leben verhelfen."
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Ulrich Tölke, Dresden, Seit
die Albertbrücke nur beschränkt befahrbar ist, wird
deutlich, wie wichtig die schnellstmögliche
Fertigstellung der Waldschlösschenbrücke ist.
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Hans-Jürgen, Fritsch,
Dresden, Ich bin stolz, von Anfang an
Brückenbefürworter gewesen zu sein. Jetzt, wo die
Konturen der Brücke offensichtlich zu erkennen sind,
erst recht!
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Roland Hesbacher,
Hoyerswerda,
Auch Nichtdresdener warten sehnsüchtig auf die
Fertigstellung der Waldschlößchenbrücke!!
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Dietmar Lehnert, Dresden:
Diese Brücke wird die neue Aussichtsplattform Richtung
Altstadt.
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Steffi Walser, Rottenburg,
Liebe Brückenbauer, auch im Süden Deutschlands
verfolgen wir das heimatliche Geschehen weiter und
hoffen sehr, dass die Brücke bald steht.
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